Hintergrund
Um mit den Anforderungen eines sich schnell wandelnden Arbeitsmarkts Schritt halten zu können ist es erforderlich, die berufliche Qualifizierung zu flexibilisieren. Das betrifft nicht nur die Zielgruppe berufliche Erstausbildung (inklusive der beruflichen Orientierung), sondern auch die berufliche über- und innerbetriebliche Weiterbildung. Übergeordnetes Ziel solcher Qualifizierungsmaßnahmen ist die individuelle (Weiter-) Entwicklung berufsrelevanter Kompetenzen im Sinne lebenslangen Lernens. Da schon jetzt Fachkräfte fehlen, stammen z.B. aktuelle Qualifizierungsangebote zum Thema „Erneuerbare Energien“ (EE) von unterschiedlichsten Bildungsträgern, vereinzelt von staatlichen Schulen, sehr viel mehr aber von berufsbildenden Einrichtungen in freier Trägerschaft, von Fachgesellschaften und unabhängigen Instituten, von Handelsunternehmen und dem produzierenden Gewerbe.
Um dieses übergeordnete Ziel einer Flexibilisierung der beruflichen Qualifizierung sowie einer individuellen Weiterentwicklung von Kompetenzen prinzipiell zu erreichen, ist eine für die Lernenden transparente und an Kompetenzen orientierte Vernetzung dieser Angebote erforderlich. Als Lösung bietet sich dazu die Entwicklung eines „virtuellen Lernorts“ an, der auf der Nutzung digitaler Medien beruht. Hierzu wird in 2010 eine Moodle-Plattform erstellt.

Das Vorgehen innerhalb der einzelnen Lehr-Lernszenarien von e-fit orientiert sich an folgendem Ablauf (Abbildung und Konzept: TU Dresden PLL). In der Planungsphase werden dabei in einem ersten Schritt die Lernziele definiert sowie die Eigenschaften der Zielgruppe und die Rahmenbedingungen erfasst. Darauf aufbauend erfolgt eine Auswahl von Lerninhalten, Medien und Methoden. Anschließend werden die Lehr-Lernmodule entwickelt. Bereits während dieser Phase werden die Module sowohl mit Einzellernern als auch mit Lernergruppen überprüft und verbessert. Ergebnisse dieser formativen Evaluation werden genutzt um die Lernmodule zu verbessern. Abschließend werden die eLearning-Szenarien der einzelnen Vorhaben des Projektes efit empirisch evaluiert.

- Quelle: Darstellung nach Issing, L. J. (2002). Instruktions-Design für Multimedia. In L. J. Issing & P. Klimsa (Hrsg.), Information und Lernen mit Multimedia und Internet (S. 151-176). Weinheim: Beltz.
