Ausbildung

Für die berufliche Ausbildung von Handwerkern werden in enger Zusammenarbeit mit den kooperierenden Berufsschulen 3 Lehr-Lernszenarien mit den Themen Fotovoltaik, Solarthermie und Bioenergie/Kleinfeuerungsanlagen erstellt. Die Zielgruppe sind Handwerker, Ingenieure (DGS) sowie Studierende der Ingenieurswissenschaften oder Berufschüler, die die Planung, die Installation, die Wartung und den Betrieb von Anlagen erlernen wollen. Ziel ist es, ein Ausbildungsformat zu entwickeln, das sich an konkreten Arbeitsprozessen orientiert und in dem Lernen an Lösungsbeispielen stattfindet. Dazu wird selbstbestimmtes praxisorientiertes Lernen mit Präsenzveranstaltungen kombiniert werden. Die Lernenden sollen sich nach einer Einweisung in den Lerninhalt diesen eigenständig aneignen.

In den Präsenzveranstaltungen erfolgen dann die Lernerfolgskontrolle, die Vertiefung des Wissens sowie die praktische Erprobung der Kenntnisse. Hierzu wird für jedes Themenfeld ein Kurs in der DGS-Solarschule Berlin für mindestens 10 Teilnehmer durchgeführt. Die Präsenzphasen umfassen in Photovoltaik 4 Termine a 5 Stunden, in Solarthermie 3 Termine a 5 Stunden und in Bioenergie 2 Termine a 5 Stunden. Weiterhin wird jeweils ein Kurs im gleichen Umfange an den kooperierenden berufsbildenden Schulen durchgeführt.

Projektverantwortlichkeit: DGS Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie Landesverband Berlin-Brandenburg

Holz in Kleinfeuerungsanlagen für Auszubildende

Biomasse rückt angesichts unkalkulierbarer Ölpreise immer mehr ins Interesse von Hausbesitzern. Dazu gehören besonders Kleinfeuerungsanlagen, die Holz nutzen. Diese Alternative gegenüber konventionellen Brennstoffen eröffnet dem klassischen Handwerk neue Märkte. Das DGS-Szenario behandelt ausführlich die Energieträger Stückholz, Hackschnitzel und Holzpellets. Durch die Grundlagenvermittlung über Kleinfeuerungsanlagen erlangen die Lernenden Kenntnisse, die  eine gezielte Auswahl der Anlage, deren Wartung sowie zusätzliche Einbindungsmöglichkeiten solarthermischer Anlagen ermöglichen. Weiterhin erhalten sie notwendige Informationen, um Kunden zur Biomassenutzung bezüglich ökologischer Bewertung (Feinstaub), optimaler Lagerung, wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten zu beraten.

Solarthermie für junge Auszubildende

Steigende Energiepreise bewegen viele Hausbesitzer zum Umdenken. Die Nachfrage nach Solarthermischen Anlagen wächst deshalb stetig. Das Marktpotential ist groß für Handwerksfirmen. Damit werden verstärkt Fachkräfte gesucht, die die Anlagen auf hohem Niveau planen, installieren und warten können. Das DGS-Szenario vermittelt mit dem Lernangebot die notwendigen Kenntnisse, um Kunden zu beraten und eigenständig solarthermische Anlagen auszulegen, zu installieren und zu warten. Hierbei werden die folgenden Themen behandelt: Solarstrahlung, Komponenten (Kollektoren, Speicher und Solarkreislauf), Funktionsweise und Wirkungsgrade, ökologische Bewertung, wirtschaftliche Betrachtung, Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten, technische Vorschriften und Richtlinien, Anlagenkonzeptionen, schrittweise Auslegung einer Anlage, Dimensionierung von Komponenten und Leitungen, Montage, Installation und Betrieb, Inbetriebnahme sowie Fehleranalyse und Wartung. Abschließend erfolgt eine Präsenzphase mit praktischen Übungen.

  • Abbildung: Weiterbildung in der Photovoltaik

Photovoltaik für junge Auszubildende

Der Markt für Photovoltaik in Deutschland wächst rasant. Damit werden verstärkt Fachkräfte gesucht, die die Anlagen auf hohem Niveau installieren und warten können. Die klassische Berufsausbildung muss jedoch um die Inhalte dieser innovativen und sich schnell entwickelnden Technologie  ergänzt werden. Das DGS-Szenario vermittelt mit dem Lernangebot die notwendigen Kenntnisse, um Kunden zu beraten und eigenständig netzgekoppelte Photovoltaikanlagen auszulegen, zu installieren und zu warten. Hierbei werden die folgenden Themen behandelt: Solarstrahlung, Solarzellen, Module und Wechselrichter, Funktionsweise, Kennlinien und Kenngrößen, ökologische Bewertung, wirtschaftliche Betrachtung, Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten, technische Vorschriften und Richtlinien, Anlagenkonzeptionen, schrittweise Auslegung einer Anlage, Dimensionierung von Komponenten und Leitungen, Kalkulation und Angebotserstellung, Ertragsanalyse und –optimierung, Montage, Installation und Betrieb, fach- und normgerechte Installation, Inbetriebnahme und Betrieb sowie Fehleranalyse und Wartung. Abschließend erfolgt eine Präsenzphase mit praktischen Übungen.

Förderung

Dieses Vorhaben wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.